The Grind
Unter der Aufgabe «Arbeitswelten» durften wir bei Alex Grasser-Parger und Urs Hirschberg eine neue Art des Entwerfens kennenlernen. Durch partizipativem digitalem Entwerfen in Echtzeit, computergestützten Entwurfsmethoden und generativen Bausystemen wurden neue Strukturen entwickelt.
Datum
Jänner 2023
Ort
TU Graz
Betreuer
Alexander Grasser-Parger, Urs Hirschberg
In meinem ersten Masterstudio am Institut für Architektur und Medien setzte ich mich in einer Vierergruppe mit dem Thema «Neue Arbeitswelten» auseinander. Im Fokus stand dabei nicht nur die Gestaltung neuer Räume für veränderte Arbeitsweisen. Vielmehr bildeten die durch Corona geprägten Entwicklungen wie Homeoffice, Remote Work und flexible Arbeitsmodelle den Ausgangspunkt für eine grundlegende Neuordnung der Arbeitswelt – und damit auch für neue entwerferische Prozesse.
Auf Basis eines eigens für das Studio entwickelten digitalen Tools wurden die Gruppen beauftragt, durch die gezielte Zuweisung räumlicher Funktionen ein kollektives Gebäude zu entwerfen. Der Entwurfsprozess folgte dabei einer strukturierten, systemischen Logik, die individuelle Beiträge zu einem gemeinsamen Ganzen zusammenführte.
Der Start
Zu Beginn analysierten wir unsere aktuelle Arbeitssituation und formulierten ideale Arbeitsplatzmodelle. Die ersten Entwürfe entstanden auf Basis von Voxeln – dreidimensionalen Pixeln als Ausgangspunkt räumlicher Konzepte.
Von Voxel, über Instance zu Aggregations
Im Team definierten wir klare Funktionen, übersetzten diese in Voxelstrukturen und entwickelten daraus einzelne «Instances», die anschließend mittels Grasshopper-Skripten zu «Aggregations» zusammengeführt wurden. Der Prozess stellte einen unserer ersten Ansätze im kollaborativen Entwerfen dar.
Die ersten «Collab Sessions»
Nach der Definition der Zuständigkeiten im Team lag der Fokus auf der Entwicklung einer kohärenten Gesamtstruktur durch die logische Verknüpfung einzelner Aggregations. Entscheidender Bestandteil des Prozesses war die enge Abstimmung bei deren Positionierung, um ein konsistentes und funktionales Gesamtgefüge zu gewährleisten.
Der Kontext
Um einen konkreten Rahmen für den Entwurf zu schaffen, verorteten wir unsere «Neuen Arbeitswelten» in einem urbanen Kontext. Als Referenz diente das typische Finanzviertel – geprägt von einer Bürokultur, in der Excel-Tabellen, Effizienz und der informelle Dresscode aus Patagonia-Daunenwesten den Alltag bestimmen.
Die folgenden Abschnitte veranschaulichen die räumliche Organisation der Funktionen.